Mächtige Wirkungen – unsichtbar, bewegend, faszinierend
Traditionell haben es Konzepte innerhalb der Psychologie schwer, die Wirkungen in den Blick nehmen, die nicht sichtbar und teilweise auch nicht messbar sind. An Aus-Wirkungen lassen sie sich erahnen und beschreibend rekonstruieren. Die Biochemie geht hier viel unbefangener an den Gegenstand des Unsichtbaren aber dennoch Wirksamen heran. Schon immer kleinste Zusammenhänge in den Blick nehmend scheint ihr das Unsichtbare weniger Unheimlich zu sein als der Psychologie.
Dabei übt der Blick in das Unsichtbare einen besonderen Reiz aus. Er bewegt und fasziniert. Biochemie und Psychologie treffen sich in unsichtbaren aber hoch wirksamen Zusammenhangsgebilden, die den ganzen Menschen bestimmen, leiten und lenken können. Beiden streben danach, die Bauweise der Gestaltetheiten zu rekonstruieren zu suchen, aus der heraus ihr Funktionieren verstehbarer wird. Dem Biochemiker sind es Figurationen des Zellulären, dem Psychologen Gestalten des Alltags. Das alles bleibt dem Menschen verborgen, ist unsichtbar, unbewusst und dennoch hoch wirksam, bewegend und faszinierend. Im Gespräch zwischen Geistes- und Naturwissenschaft, zwischen Psychologie und Biochemie soll das Herangehen an das Unsichtbare sichtbar werden, soll die Vorstellung von Wirkung und das Spektrum wissenschaftlicher Methodik erweitert werden.
Termin
Die Veranstaltung findet mittwochs von 18:00 bis 19:30 Uhr im Online-Format statt.
16.03.2022 (Auftaktveranstaltung im Online-Format)
Mächtige Wirkungen – unsichtbar, bewegend, faszinierend
Psychologie trifft Biochemie
Prof. Dr. Andreas Marlovits & Prof. Dr. Thomas Marlovits
Anmeldung unter: veranstaltung@businessschool-berlin.de
Prof. Dr. Andreas M. Marlovits
Prof. Dr. Andreas Marlovits studierte Psychologie, Theologie und Sport an den Universitäten Köln und Graz. Er ist Psychologischer Psychotherapeut und arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Sportpsychologe im Profisport, vornehmlich im Fußball, wo er zahlreiche Bundesligavereine über Jahre oder punktuell in Krisen begleiten und beraten konnte. Seit 2012 leitet er den praxisorientierten Masterstudiengang Sportpsychologie an der Business and Law School in Berlin. In seiner praktischen Arbeit verfolgt er den tiefenpsychologischen Ansatz der Sportpsychologie und entwickelte daraus die Methode der Psychologischen Spielanalyse.
Thomas C. Marlovits
Thomas C. Marlovits ist Vorstand des Instituts für Struktur- und Systembiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und beforscht die Grundlagen des Lebens auf molekularer Ebene. Er studierte Biochmie an der Universität Wien, forschte an der Uppsala Universität (Schweden), Max-Planck-Institut (Deutschland) und in Yale (USA) bevor er seine eigene Forschungsgruppe an der österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien etablierte. In den vergangenen acht Jahren stand er als stellvertretender wissenschaftlicher Direktor des Zentrums für strukturelle Systembiologie in Hamburg, einem Forschungsverbund aus 10 verschiedenen Institutionen, federführend für den Ausbau eines neuen Forschungszentrums vor.
