Forschungsgegenstand
Forschungsgegenstand ist das Phänomen „Management“ im doppelten Sinne. Wir fokussieren zum einen Management als Institution (die Person des Managers) und als Funktion (diverse Steuerungsaufgaben wie z.B. Planung, Organisation, Personaleinsatz, Führung, Kontrolle). Diesem verhaltenswissenschaftlichen Managementverständnis entspricht ein kulturpsychologisches Konzept: das Verhalten des Einzelnen wird im Kontext der sozialen Organisation betrachtet. Aspekte der Unternehmenskultur, der Personal- und Organisationsentwicklung, von kreativen Methoden in Management und Führungskräfteentwicklung werden diesem Konzept zugeordnet.
Forschungsthemen
- Gelungene Arbeitsbeziehungen: Mithilfe qualitativer und quantitative Methoden werden die Prozesse untersucht, die zu einer Verbesserung oder Verschlechterung der Arbeitsbeziehungen beitragen.
- Personal- und Organisationsentwicklung: Unternehmen und Institutionen werden als integrierte Ganzheit von Personal und Organisation analysiert.
- Markt- und Medienwirkungsforschung: Auf der Basis kulturpsychologischer Grundlagen konzentriert sich die wirtschaftspsychologische Forschung auf „gelebten Alltag“ im ökonomischen Kontext. Sie arbeitet bevorzugt mit qualitativen Methoden und gewinnt daraus relevante Kriterien für strategische Planungen und Entscheidungen.
- Wirtschaftsästhetik: Ziel ist es zu erforschen, wie sich Managementprozesse und Innovationsbereitschaft in Unternehmen über die Beschäftigung mit Kunst unterstützen lassen.
Sports Psychology and Performance
Interessenschwerpunkt Sportpsychologie
Die Sportpsychologie versteht sich als anwendungsbezogene Fachrichtung der Psychologie und Sportwissenschaft. Der Gegenstand sportpsychologischer Forschung an der BSP liegt daher in der Analyse leistungs- und gesundheitsbezogener Themen des Sports, die in der Praxis eine hohe Relevanz besitzen. Um anwendungsrelevante Ergebnisse aus der Forschung zu liefern, wird die Forschung direkt im Praxisfeld unter möglichst authentischen Bedingungen des Leistungssports betrieben. Dieser Anspruch verlangt in seiner Umsetzung spezifische, teils neue Methoden und Verfahren.
Forschungsthemen
- Psychologische Spielanalyse: Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Erforschung der psychologischen Wirkungen und Dynamiken von Sportspielen im höchsten Leistungsbereich wie zum Beispiel zu Spielen der Fußballbundesliga oder Nationalmannschaft.
- Forschungsgestützte Beratung: Im Mittelpunkt steht der Themenkomplex der wirkungsvollen Beratung im Leistungssport, die meist unter einem hohen Zeitdruck erfolgen muss. In diesem Zusammenhang geht es auch um die Entwicklung von passgenauen Weiterbildungsmaßnahmen für Trainer, Athleten, Vereine.
- Psychologische Krisenintervention: Die Betreuung und Beratung von Trainern, Mannschaften, Athleten und Vereinen speziell in Krisenfällen nimmt in der Praxis der Sportpsychologie eine wichtige Rolle ein. Der Analyse von Krisensituationen im Leistungssport (z.B. Leistungskrisen, Niederlagenserie, Krisen durch Traumatas, Unfall, Suizidalität) kommt daher ein besonderer Schwerpunkt zu.
Regulierte Gesundheit
Forschungsgegenstand
Wesentliche Treiber für den Wandel im deutschen Gesundheitswesen sind die Digitalisierung, der demographische Wandel und gesellschaftliche Veränderungen, wie zum Beispiel Migration. Juristische Fragestellungen entstehen im interdisziplinären Kontext neuer Gesundheitsbedürfnisse und -angebote und dem zugrundeliegenden Datenaustausch zwischen Patienten, Industrie, Staat und Wissenschaft. Besondere Anliegen des Forschungsclusters sind die wissenschaftliche Zusammenarbeit über die Fach- und Fakultätsgrenzen hinweg sowie die Förderung des akademischen Nachwuchses.
Forschungsthemen
- Bioethik: Das Themenfeld beschäftigt sich im Einklang mit dem Förderschwerpunkt „Ethische, rechtliche und soziale Aspekte in den Lebenswissenschaften“ (ELSA) das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit der Entwicklung neuer Technologien und dem Einsatz innovativer Methoden in die Gesundheitsversorgung, wie zum Beispiel der Stammzellforschung, der Genom-Editierung oder der Fortpflanzungsmedizin.
- E-Health: E-Health muss weit definiert werden und reicht von elektronischen Patientenakten, medizinischen Vermessungen per App und Sensoren (z.B. im Bereich der Diabetes), Wearables (bspw. Fitnessarmbänder oder Smartwatches) sowie gesundheitlich-therapeutischen Coaching-Apps bis hin zu Onlineversandapotheken und ärztlichen Videosprechstunden. Aus diesen sich stetig weiter entwickelnden Bereichen ergeben sich eine Vielzahl von juristischen Fragenstellungen.
- Regulierung und Kartellrecht: Im Hinblick auf sich veränderndernde produkt- und Dienstleistungsangebote stellen sich eine Reihe von Fragen bezogen auf die Regulierung eines wettbewerbsfähigen Gesundheitssystems, das gleichermaßen Innovation, soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit verbindet. Horizontale und vertikale Kooperationen, insbesondere zwischen zuvor branchenfremden Technologieanbietern und Leistungserbringern im Gesundheitssystem sind zu untersuchen. In Zeiten weltweiter Pandemien beinhaltet dieser Themenbereich auch Untersuchungen zu außenwirtschaftlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit der deutschen Novellierung des Außenwirtschaftsrechts im internationalen Vergleich.
